Vorher – Nachher

Meine erste große Leinwand malte ich voll. Ohne dass ich mich um Stifte, Anordnungen und Farben scherte. Das Ergebnis gefiel mir nie. Nicht.

Hin und her hing das Bild, mal dort, mal hier. Aber wirklich geliebt habe ich es nie.

Dann war gestern ein Tag, der mich aufblitzen ließ. Ich prokrastinierte wieder vor ich mich hin, die Wohnung strahlte und roch so sauber wie schon lange nicht mehr. Und als ich schon dachte, dass die Fenster mal wieder geputzt werden könnten, fiel mein Blick auf die Staffelei. Und das grässliche Bild, das seit dem Umzug an der Wand lehnte.
Flugs den dicken Pinsel zur Hand, schnell die Farbtuben über dem Bild ausgedrückt und zusammen geschmiert. Und ich dachte, dass dann IMMER Braun herauskommt, aber nein: Es wurde so was ähnliches wie rotblaubraun draus. Gar nicht schlecht. Und nun?

Erst wollte ich ein gelbes Mädchen malen. Aber das misslang. Dann vermischte ich ihr Gesicht in einen gelben Klecks, da ich zunächst den Berliner Funkturm zeichnen wollte. Aber auch das misslang.

Und dann fand ich, dass es ein Mond ist. Und ab da ging alles ganz einfach:

Jetzt hängt das Bild auf dem Balkon, wettergeschützt an der Wand. Es ist noch nicht fertig, da ich immer wieder demnächst kleine Details einarbeiten werden. So lange bis ich denke, dass es fertig ist. Es werden kleine Menschen folgen. Vielleicht noch ein paar Fledermäuse. Wolken? Wolkenschiffe womöglich? Die von Motten gezogen werden?

Achja: unter anderem hörte ich das hier

http://www.youtube.com/watch?v=U8BWBn26bX0

beim Kritzeln. Vielleicht gefällts jemanden?!

http://youtu.be/U8BWBn26bX0


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